Informationen zum Festival:

Das collecting:dreams Festival findet vom 13.-15.09.2024 im Kulturzentrum Pavillon Hannover statt.

Das komplette Programm ist auf der collecting:dreams-Homepage zu finden.

Tickets sind über die Homepage des Pavillon erhältlich.

collecting:dreams Festival – Warum-Up Panel zu Postmigrantischer Phantastik am 09.09.2024

„Postmigrantische Literatur“ ist aus der deutschen Literatur nicht mehr wegzudenken. Von „Migrationsliteratur“ über „interkulturelle Literatur“ hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich und hebt nun hervor, dass eine von Migrationen durchzogene Gesellschaft nicht die Ausnahme, sondern den Normalfall bildet. Was heißt das aber für imaginierte Welten, wenn wir von postmigrantischer Gesellschaft in Science Fiction- und Fantasy-Literatur reden? Welche Autor*innen schreiben postmigrantisch und wem wird dieses Attribut zugeschrieben? Kann postmigrantische Phantastik außerhalb der aktuellen Einwanderungs-, Flucht- und Rassismusdebatten existieren? Und wie sieht die aktuelle postmigrantische Phantastik in Deutschland aus? Diesen und weiteren Fragen gehen unsere Panelist*innen gemeinsam nach.

Von migrantisierten Autor*innen wird häufig erwartet, ihre eigene Biographie in den Mittelpunkt ihrer Texte zu stellen. Dass sie das können, aber nicht müssen, zeigen die Autor*innen Aşkın-Hayat Doğan, Zeinab Hodeib und Ethem Çay. Ein Abend voller Elfen, Drachen und Science-Fiction.

Aşkın-Hayat Doğan (er/ihm) beschäftigt sich bei seiner Arbeit als Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader und Autor mit Islamfeindlichkeit, Queerness und Rassismus und setzt sich mit seinen Workshops für ein diskriminierungsreduzierteres Miteinander ein. Er ist Initiator und Mitherausgeber der Anthologiereihe »Urban Fantasy: Going …«, leitet zusammen mit Klaudia Seibel die »Phantastik-Bestenliste« und ist Host des monatlichen Twitchtalks »Diverser Lesen mit Ask«. Kennenlernen könnt ihr ihn auf Instagram oder seiner Homepage.

Zeinab Hodeib (sie/ihr) ist Autorin und Künstlerin, die sich in Schrift und Bild mit der Innenwelt der Menschheit beschäftigt. So stellt sie in ihrem Debütroman „Kugeln aus Onyx“ die Frage um das Leben nach dem Tod, während sie in ihrem jüngsten Linolschnitt „Darf ich endlich wütend sein?“ den Frust und die unterdrückte Wut von Frauen, explizit von Frauen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck bringt. Mehr zu ihrer Kunst und zu ihren Schreibprojekten findet ihr bei Instagram.

Ethem Çay (er/ihn) ist von Beruf Lehrer, verirrt sich jedoch regelmäßig in phantastischen Welten. Im Moment schreibt er vorzugsweise Science Fiction und lotet u.a. in seinem Debütroman „Erzählt des Gott und dem Teufel“ die menschlichen Ab- und Tiefgründe vor dem Hintergrund einer dystopischen Zukunft aus. Wenn er nicht schreibt, liebt und lebt er mit seiner Familie, liest nebenbei tonnenweise Bücher und wandert gerne. Mehr zu Ethem findet ihr auf seiner Homepage und bei Instagram.

 

Neben dem Panel werden auch Lesungen, Workshops, Schreibwerkstätten, Musik und vieles weitere angeboten.
Weitere Ankündigungen folgen in Kürze.